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Jamaika - Kultur, Menschen, Feste und Traditionen

Kultur, Feste, Traditionen & Menschen auf Jamaika

Jamaika ist ein Schmelztiegel aus den verschiedensten Kulturen. Briten, Spanier, Taino und Westafrikaner haben sich vermischt, um das hervor zu bringen, was Jamaikaner genannt wird und auf der ganzen Welt aufgrund seiner Lebenseinstellung bewundert wird.

Die jamaikanische Art des Easy Going, diese Leichtigkeit mit den Problemen des Alltages fertig zu werden, das ist die jamaikanische Kultur. Zu der Kultur der Jamaikaner gehört natürlich auch die Musik. Reggae ist die bekannteste Musikstil Richtung aus Jamaika. Neben Bobfahrern ist Reggae der bekannteste Exportschlager aus Jamaika.

Der Tanz ist ein wesentlicher Bestandteil der Kultur auf Jamaika. Die Jamaikaner sagen, das Herz eines Jamaikaners hört nie auf zu tanzen. Jamaikaner tanzen überall. In der Kirche, bei offiziellen Anläßen, bei kulturellen Veranstaltungen und natürlich bei Zusammenkünften mit Freunden. Der jamaikanische Tanz ist geprägt von den Einflüssen Europas und Afrikas. Der heutige Nationaltanz ist der Ska, er ist aus dem Bruckins entstanden, der seine Wurzeln im weihnachtlichen Sklaventanz Jonkonnu hat.

Wer an Jamaika denkt, hat unwillkürlich die Rastafaris. Rastafaris sind Einwohner der Karibik, die an die Heiligkeit des ehemaligen äthiopischen Kaisers Haile Selassie glaubt. Diese alt testamentarische Glaubensrichtung verehrt Haile Selassie als den in der Bibel angekündigten Messias. Die Rastafaris, die ihren stärksten Rückhalt in der Bevölkerung auf Jamaika haben, sind in ihren Ansichten christlich fundamentalistisch. Das Trinken von Alkohol, das konsumieren von Tabak und Homosexualität ist verboten. Rastafaris erkennt man an den Dreadlocks in ihren Haaren. Dreadlocks sind verfilzte Strähnen in den Haaren.

Auf Jamaika werden Sie überall die christliche Religion finden. In keiner Diskussion, sei sie auch noch so akademisch, spielt die Religion keine Rolle. Die Bevölkerung von Jamaika ist anglikanisch, katholisch und baptistisch. Juden und Moslems gibt es kaum auf Jamaika.

Gemäß dem Guinness Buch ist Jamaika das Land mit den meisten Kirchen pro Quadratmetern

Wird der Jamaikaner nicht in seinen religiösen Gefühlen verletzt, ist er sehr umgänglich und gegenüber Fremden aufgeschlossen. Die Einwohner von Jamaika sind stolz auf ihr Land. Oft werden Fremde auf Jamaika einfach nur angesprochen, weil der Jamaikaner wissen möchte, wie es dem Besucher gefällt und ob er beabsichtigt wieder zu kommen.

In Jamaika gibt es drei nationale Feiertage. Der 01. August ist der Tag, auf dem in Jamaika die Befreiung von der Sklaverei gefeiert wird. Der erste August ist der Emancipation Day (Befreiungstag) auf Jamaika.

Der zweite nationale Feiertag auf Jamaika ist der Unabhängigkeitstag. Der Independence Day von Jamaika wird am 06. August gefeiert. An diesem Tag im Jahr 1962 hat Jamaika seien Unabhängigkeit von Großbritannien erhalten. Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Befreiungstag ist die Woche zwischen den beiden Feiertagen effektiv eine große Party.

Als dritter nationaler Feiertag ist der Tag der Helden zu nennen. Der Tag der Helden wird immer am dritten Oktober Montag gefeiert und hat somit kein festes Datum. Der Tag der Helden ist den großen Persönlichkeiten von Jamaika gewidmet. Allen voran ist hier Marcus Garvey zu nennen. Die weiteren wichtigen Persönlichkeiten in der Geschichte von Jamaika, denen gedacht wird sind Nanny of the Maroons, Samuel Sharpe, Paul Bogle, George William Gordon, Alexander Bustamante und Norman Washington Manley.

Eine Eigenheit auf Jamaika ist, das der Tag der Arbeit, der in den meisten Ländern der Welt der 1. Mai ist, auf Jamaika am 23. Mai gefeiert wird.

Aus der ihrer Tradition heraus als unterdrückte leben zu müssen, haben sich schon sehr früh während der Kolonialzeit eigene Kunstrichtungen auf Jamaika entwickelt. Diese Kunst, welche die Antwort Jamaikas auf die Unterdrückung ist, zeigt sich heute noch in der bildenden Kunst, speziell im traditionellen Theater und der Literatur aus Jamaika. Aus Jamaika stammt zum Beispiel Francis Williams, wohl einer der ersten Literaten aus Jamaika, wenn nicht sogar einer der ersten Literaten der Karibik.

Als eine weitere Art ihre Traditionen zu pflegen, nutzt die Bevölkerung von Jamaika ihre Küche. Die kulinarische Welt auf Jamaika lässt sich zum einen in die traditionelle zum anderen in die Küche der Rastafaris trennen. Die traditionelle Küche kocht mit sehr viel Fisch und vielen marinierten Speisen. Die Küche der Rastafaris auf Jamaika verzichtet gänzlich auf Schweinefleisch und Alkohol.